Wer kennt sie nicht – die Angst vor dem Zahnarzt.

Mit gesunder Ernährung gegen Karieserkrankungen

Mit Milchprodukten und Obst gegen Karieserkrankungen Dass Naschwerk den Zähnen schadet, ist weithin bekannt. Wie entscheidend indessen der Speichel ist, wissen nur wenige. Denn je mehr davon fließt, umso besser für die Zähne. Damit das klappt, helfen gesunde Nahrungsmittel, die den Speichelfluss anregen. Manche Lebensmittel sind sogar so gut für die Zähne, dass sie sie sowohl schützen als auch regenerieren können. Nach jeder Mahlzeit beginnt das Zerstörungswerk: Kariesbakterien, die sich auf Zahnbelag (Plaque) festgesetzt haben, nehmen Zucker aus der Nahrung auf und wandeln ihn in schädliche Säuren um. Der pH-Wert im Mundbereich fällt ab. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, können Zahnschäden zustandekommen:

Aus den Zähnen werden notwendige Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor herausgelöst. Als Vorstufe der Karies bilden sich zuerst Entkalkungen im Zahnschmelz. Wird eine Karies in diesem anfänglichen Stadium nicht aufgehalten, dringt sie weiter in das Zahnbein vor. Dies verhindert unser Speichel mit seiner natürlichen Schutzfunktion. Wenn er in ausreichendem Maße fließt, kann er die Säuren neutralisieren und den Zahnschmelz wieder festigen, indem er die Mineralien Kalzium und Phosphor zuführt. Dies nennt sich Remineralisation. Sie gelingt am besten, wenn sich nur wenig Belag auf den Zähnen befindet. Denn nur auf diese Weise kann der Speichel die Zähne ungestört erreichen. Wichtig zu wissen: Auch säurehaltige Nahrungsmittel (Säfte und Zitrusfrüchte) schädigen den Zahnschmelz. Es entsteht zwar keine Karies, aber die Säuren greifen den Zahnschmelz direkt an. Die Gefahr ist umso größer, je länger die Säuren auf die Zähne einwirken (z.B. während des Dauernuckelns von kleinen Kindern an Fläschchen mit unverdünnten Säften). Deshalb sollte der Mund unmittelbar nach dem Verzehr der angeführten Nahrungsmittel sorgfältig mit Wasser gespült werden. Unmittelbares Putzen der Zähne ist dann regelrechtes schädlich, da die Zähne bereits aufgrund der Säuren angegriffen und aufgeraut sind und das Zähneputzen noch größeren Schaden bewirken kann. Deshalb sollte man damit zumindest 30 Minuten warten. Plaque frühzeitig verhindern Damit Zahnbelag gar nicht erst auftritt, hilft regelmäßiges Putzen der Zähne. Die in den Zahnpasten enthaltenen Fluoride hemmen das Wachstum von Bakterien, versiegeln die Zähne mit Kalziumfluorid und können die aus dem Zahn herausgelösten Mineralien ersetzen und den beschädigten Schmelz wieder schließen. Fluoride können unmittelbar auf dem Zahn angewendet werden, z.B. in Form von Zahnpasten, Zahngelees, Mundspülungen oder Lacke. Damit sie lokal gut wirken können, wird empfohlen, nach dem Zähneputzen nur auszuspucken, nicht zu spülen. Säuglinge und Kleinkinder, die einem erhöhten Karies-Risiko ausgesetzt sind, können von Fluoridtabletten profitieren. Interessant zu wissen: In Deutschland wird, wie auch in den meisten europäischen Ländern, das Leitungswasser grundsätzlich nicht fluoridiert. Zum einen, weil man den Bürgern keine „Zwangsmedikation“ verordnen will. Des Weiteren verstößt die Fluoridierung des Trinkwassers gegen einen wichtigen Regelsatz in der Trinkwasserverordnung. Diesem zufolge ist das Trinkwasser nicht mit Zusatzstoffen anzureichern und so natürlich wie möglich zu belassen. Darüber hinaus befürchtet man eine Überdosierung, wenn mit Fluoriden versetztes Speisesalz, Zahnpasta und bei Kleinkindern unter Umständen noch zusätzlich Fluortabletten eingenommen werden.

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